{"id":4649,"date":"2025-04-11T09:17:50","date_gmt":"2025-04-11T07:17:50","guid":{"rendered":"https:\/\/ruecken-zentrum.de\/blog\/?p=4649"},"modified":"2025-07-18T09:38:59","modified_gmt":"2025-07-18T07:38:59","slug":"migraene-kommt-der-schmerz-vielleicht-vom-ruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruecken-zentrum.de\/blog\/2025\/04\/11\/alle\/migraene-kommt-der-schmerz-vielleicht-vom-ruecken\/","title":{"rendered":"Migr\u00e4ne: Kommt der Schmerz vielleicht vom R\u00fccken?"},"content":{"rendered":"
Migr\u00e4ne z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit und betrifft rund 10\u201315 % der Bev\u00f6lkerung \u2013 Frauen h\u00e4ufiger als M\u00e4nner. Die Beschwerden reichen von einseitigem, pulsierendem Kopfschmerz \u00fcber Licht- und Ger\u00e4uschempfindlichkeit bis hin zu \u00dcbelkeit und Sehst\u00f6rungen. Doch was viele nicht wissen: Migr\u00e4ne ist nicht immer nur ein Problem des Gehirns.<\/p>\n
Die Verbindung zwischen Migr\u00e4ne und R\u00fcckenschmerzen, insbesondere im Bereich der Halswirbels\u00e4ule (HWS),<\/strong>\u00a0wird in der Forschung zunehmend beachtet. Studien zeigen [1], dass PatientInnen mit Migr\u00e4ne \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig auch an Nacken- und R\u00fcckenschmerzen leiden. Umgekehrt sind chronische R\u00fcckenschmerzpatientInnen anf\u00e4lliger f\u00fcr migr\u00e4neartige Kopfschmerzen. [2]<\/p>\n Migr\u00e4ne entsteht durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren. Zu den h\u00e4ufigsten\u00a0Triggern <\/em>z\u00e4hlen:<\/p>\n Viele Patientinnen und Patienten bemerken, dass sich Migr\u00e4neanf\u00e4lle nach einem langen Tag am Schreibtisch oder nach starker k\u00f6rperlicher Belastung h\u00e4ufen. Die Muskulatur rund um Nacken, Schultern und oberen R\u00fccken spielt also eine zentrale Rolle. [3]<\/p>\n Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche M\u00f6glichkeiten, Migr\u00e4neattacken zu reduzieren, sowohl durch Lebensstil\u00e4nderungen als auch durch gezielte Ma\u00dfnahmen:<\/p>\n Kr\u00e4ftigungs\u00fcbungen f\u00fcr den R\u00fccken und Nackenbereich sind essenziell. Physiotherapie und gezielte Trainingspl\u00e4ne k\u00f6nnen dabei helfen, muskul\u00e4re Dysbalancen zu korrigieren. Ein ergonomischer Arbeitsplatz und regelm\u00e4\u00dfige Pausen, in denen man sich bewegt, geh\u00f6ren ebenfalls zur Vorsorge.<\/p>\n Autogenes Training, Meditation, progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Yoga k\u00f6nnen helfen, das Stressniveau zu senken und damit Migr\u00e4neanf\u00e4lle zu vermeiden.<\/p>\n Ein strukturierter Tagesablauf mit ausreichend Schlaf ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen Migr\u00e4ne.<\/p>\n So lassen sich individuelle Ausl\u00f6ser erkennen. Den \u00c4rztInnen kann dieses Tagebuch Hinweise geben, ob die Beschwerden eher muskul\u00e4rer oder neurologischer Natur sind.<\/p>\n Koffein, Alkohol, Histamine oder Zusatzstoffe in Lebensmitteln k\u00f6nnen Migr\u00e4ne ausl\u00f6sen. Eine Ern\u00e4hrungsberatung kann helfen, problematische Stoffe zu identifizieren.<\/p>\n Wenn die Migr\u00e4ne zuschl\u00e4gt, z\u00e4hlt vor allem eines: rasche Linderung. Medikament\u00f6se Therapie<\/strong><\/p>\n Nicht-medikament\u00f6se Soforthilfe<\/strong><\/p>\n Manuelle Therapie<\/strong>,\u00a0osteopathische Behandlungen<\/strong>\u00a0oder\u00a0Triggerpunktmassagen<\/strong> sind Ma\u00dfnahmen, die bei Migr\u00e4ne, hervorgerufen oder verst\u00e4rkt durch HWS-Blockaden, \u00e4u\u00dferst hilfreich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n Nicht jeder Kopfschmerz ist gleich eine Migr\u00e4ne, aber bestimmte Warnzeichen sollten sehr ernst genommen werden:<\/p>\n In solchen F\u00e4llen ist eine neurologische Abkl\u00e4rung dringend erforderlich und es muss unverz\u00fcglich ein Krankenhaus aufgesucht werden!<\/p>\n Achtung! Die ersten 3 Warnzeichen k\u00f6nnen auch Symptome eines Schlaganfalls sein!<\/strong><\/em><\/p>\n Migr\u00e4ne und R\u00fcckenschmerzen sollten nicht isoliert betrachtet werden. Verspannungen, Fehlhaltungen und Stress wirken als Verst\u00e4rker oder sogar als Ursache f\u00fcr migr\u00e4neartige Beschwerden. Eine ganzheitliche Behandlung, die sowohl die Muskulatur als auch die Lebensgewohnheiten in den Blick nimmt, bietet gute Chancen auf Linderung.<\/p>\n Ob durch gezielte Krankengymnastik, manuelle Therapie, Haltungsschulung oder pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen: Die R\u00fcckenzentren k\u00f6nnen ein wertvoller Partner in der Migr\u00e4nebehandlung sein und dabei helfen, den Schmerz nicht nur im Kopf, sondern auch im R\u00fccken in den Griff zu bekommen.<\/p>\n Im Netz finden Sie unter HEADBOOK https:\/\/headbook.me<\/a> die Migr\u00e4ne- und Kopfschmerz-Community der Schmerzklinik Kiel, bei der sich UserInnen gegenseitig bei medizinischen Fragen helfen und Wissen, Informationen und zahlreiche Tipps untereinander austauschen.<\/p>\n [1] Prevalence of neck pain in migraine: A systematic review and meta-analysis; National Library of Medicine<\/em>: https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/35166137\/<\/a><\/p>\n [2] The association between headache and low back pain: a systematic review,\u00a0Journal of Headache and Pain<\/em>:\u00a0https:\/\/thejournalofheadacheandpain.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/s10194-019-1031-y?utm_source=chatgpt.com<\/a><\/p>\n [3] Comparison of cervical muscle isometric force between migraine subgroups or migraine-associated neck pain: a controlled study; nature – scientific reports<\/em>: https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41598-021-95078-4?utm_source=chatgpt.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Migr\u00e4ne z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit und betrifft rund 10\u201315 % der Bev\u00f6lkerung \u2013 Frauen h\u00e4ufiger als M\u00e4nner. 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Was beg\u00fcnstigt Migr\u00e4ne?
\nDie wichtigsten Ausl\u00f6ser im \u00dcberblick:<\/strong><\/h5>\n\n
Migr\u00e4ne vorbeugen: Was k\u00f6nnen Patienten selbst tun?<\/strong><\/h5>\n
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Was hilft schnell und effektiv bei akuter Migr\u00e4ne?<\/strong><\/h5>\n
\nFolgende Strategien k\u00f6nnen dabei helfen:<\/p>\n\n
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Wann zum Arzt?<\/strong><\/h5>\n
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Fazit: Migr\u00e4ne ist mehr als ein Kopfschmerz<\/strong><\/h5>\n
Bei Verdacht auf migr\u00e4neassoziierte R\u00fcckenschmerzen ist eine interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit zielf\u00fchrend.<\/span><\/strong><\/pre>\n
\nUnser Tipp:<\/strong><\/h4>\n
\nStudien:<\/strong><\/h4>\n