{"id":3503,"date":"2021-06-28T11:03:29","date_gmt":"2021-06-28T09:03:29","guid":{"rendered":"https:\/\/ruecken-zentrum.de\/blog\/?p=3503"},"modified":"2021-07-01T08:50:41","modified_gmt":"2021-07-01T06:50:41","slug":"eine-liebeserklaerung-an-die-bewegung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruecken-zentrum.de\/blog\/2021\/06\/28\/alle\/eine-liebeserklaerung-an-die-bewegung-2\/","title":{"rendered":"Kostenloser Allesk\u00f6nner – Eine Liebeserkl\u00e4rung an die Bewegung"},"content":{"rendered":"

Bewegung tut gut! Wer wei\u00df das nicht! Und so haben wahrscheinlich diejenigen, die schon vor der Pandemie aktiv waren auch w\u00e4hrenddessen versucht, in Bewegung zu bleiben.\u00a0Umgekehrt k\u00f6nnte jenen, denen Bewegung schon immer schwergefallen ist, nun das letzte bisschen Motivation abhandengekommen sein.<\/p>\n

Das wollen wir mit diesem Beitrag wieder \u00e4ndern!<\/h5>\n

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Fehlende Bewegung im Alltag ist ein Problem<\/h3>\n

Die Corona-Pandemie hat unsere Welt kleiner gemacht; nicht nur ersehnte Urlaubsreisen fielen lange weg, vor allem war und ist der allt\u00e4gliche Bewegungsradius geschrumpft: Nach dem Aufstehen ging es f\u00fcr viele Menschen ins Homeoffice, Wege\u00a0wie der zur Bahn oder die Fahrt mit dem Rad zum Arbeitsplatz, ja sogar der Gang zur Kantine oder zum Kollegen im B\u00fcro auf der n\u00e4chsten Etage: Fehlanzeige. Lange Videokonferenzen, geschlossene Fitnessstudios und verwaiste Schwimmb\u00e4der taten ihr \u00dcbriges. Zum Gl\u00fcck erlauben uns die sinkenden Inzidenzzahlen mittlerweile wieder Lockerungen, soziale Kontakte k\u00f6nnen langsam wiederaufgenommen werden. Die M\u00f6glichkeiten, Sport au\u00dferhalb der eigenen vier W\u00e4nde zu betreiben, wachsen und erleichtern es uns, gute Vors\u00e4tze f\u00fcr mehr Bewegung im Alltag in die Tat umzusetzen.<\/p>\n

Bewegung\u00a0tut dem K\u00f6rper gut und schafft einen Ausgleich f\u00fcr den Kopf<\/h3>\n

Sehnen Sie sich nicht auch danach, wieder fitter zu sein und ihre Gesundheit zu verbessern? Ja klar, werden Sie sagen, aber wie soll man jetzt vorgehen? Wie lange, wie intensiv sollten die Sporteinheiten sein? Und sind die Auswirkungen wirklich so positiv, dass sie selbst meinen Schweinehund beeindrucken und er mich in Ruhe machen l\u00e4sst?<\/p>\n

Bewegung in jedem Alter \"\"<\/a><\/h3>\n

Die Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung hat im Jahr 2016 Bewegungsempfehlungen ver\u00f6ffentlicht (1).<\/p>\n

Danach sollen sich\u00a0Erwachsene im Alter zwischen 18 und 65 Jahren<\/strong>\u00a0m\u00f6glichst\u00a0150 Minuten pro Woche bei<\/strong>\u00a0moderater Intensit\u00e4t<\/strong>\u00a0bewegen, alternativ\u00a075 Minuten bei<\/strong>\u00a0h\u00f6herer Intensit\u00e4t<\/strong>. Die Einheiten sollten nicht k\u00fcrzer als 10 Minuten am St\u00fcck sein. Zus\u00e4tzlich werden zwei Einheiten Krafttraining w\u00f6chentlich empfohlen. Eins vorweg: Ganz normale Alltagst\u00e4tigkeiten wie Haushalt, Gartenarbeit oder \u00e4hnliches z\u00e4hlen nicht dazu.<\/p>\n

Bei\u00a0Erwachsenen mit nicht-\u00fcbertragbaren Erkrankungen<\/strong>\u00a0(gemeint sind unter anderem chronische unspezifische R\u00fcckenschmerzen, H\u00fcft- oder Kniearthrose, Diabetes mellitus Typ 2, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), isch\u00e4mische Herzerkrankung, Schlaganfall und Depressionen) gelten die beschriebenen Empfehlungen ebenfalls. Eine Besonderheit ist, dass sie ggf. unter Aufsicht von medizinisch geschultem Personal trainieren sollten, um bei krankheitsbedingten Einschr\u00e4nkungen fachkundige Unterst\u00fctzung beim Training in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n

F\u00fcr\u00a0\u00e4ltere Erwachsene \u00fcber 65 Jahre<\/strong>\u00a0gelten im Prinzip dieselben Empfehlungen wie f\u00fcr j\u00fcngere Erwachsene. Zus\u00e4tzlich sollten sie bei Bedarf \u00dcbungen zur Sturzprophylaxe durchf\u00fchren. Auch das Krafttraining ist hier zur Vermeidung von St\u00fcrzen, Stichwort Beinkraft, besonders hervor zu heben.<\/p>\n

Moderate bis intensive Anstrengung<\/h3>\n

Werfen wir kurz einen Blick auf die Definitionen: Was genau hei\u00dft denn eigentlich \u201emoderate Intensit\u00e4t\u201c oder \u201eh\u00f6here Intensit\u00e4t\u201c?
\nDazu muss man wissen, was das sogenannte Metabolische \u00c4quivalent (MET) ist.<\/p>\n

Der Ruhezustand entspricht per Definition 1 MET.\r\n\r\nK\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t bei moderater Intensit\u00e4t<\/strong> entsprechen 3 - 6 MET.\r\n\r\nMit intensivem Training erreicht man Werte \u00fcber 6 MET.<\/pre>\n

Bei\u00a0moderaten Aktivit\u00e4ten<\/strong>\u00a0kann noch geredet, aber nicht mehr gesungen werden und es wird eine leichte Anstrengung empfunden (z. B. langsames Laufen, schnelles Gehen).
\nIntensivere Aktivit\u00e4ten<\/strong>\u00a0sind solche, bei denen man nicht mehr durchg\u00e4ngig sprechen kann und sich angestrengt f\u00fchlt\u00a0z. B. beim Schwimmen, schnellem Radfahren oder Rennen.<\/p>\n

Bewegung als Medizin<\/h3>\n

Hoffentlich haben Sie an dieser Stelle nicht bereits gedanklich die Flinte ins Korn geworfen. Denn eins sei der Vollst\u00e4ndigkeit halber angemerkt: Die Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass f\u00fcr k\u00f6rperlich inaktive Menschen\u00a0jede<\/strong>\u00a0Steigerung ihrer k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4t positive Effekte auf die Gesundheit hat, selbst wenn man anf\u00e4nglich die oben erw\u00e4hnten 150 Minuten nicht erreicht.<\/p>\n

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Und \u00fcber welche positiven Effekte d\u00fcrfen sich Menschen freuen, die regelm\u00e4\u00dfiger Bewegung einen Stellenwert in ihrem Leben einr\u00e4umen (1)? Ein Auszug:<\/p>\n